Eigentlich wollte ich nur eines: ein bisschen Abenteuer erleben. Nach Wochen im Büro hatte ich genug vom Schreibtisch, Excel-Tabellen und Kantinenkaffee. Also buchte ich spontan eine Quadtour im Schwarzwald – frische Luft, Motorengeräusch, Matsch. Was will man mehr?
Am Treffpunkt standen schon einige Teilnehmer, die ihre Helme prüften und sich über Reifenprofile unterhielten. Und dann war da sie: eine Frau mit einem roten Helm, einem breiten Lächeln – und dieser unnachahmlichen Mischung aus Abenteuerlust und Gelassenheit.
Zwischen Staub, Kurven und Herzklopfen
Nach einer kurzen Einweisung ging’s los. Der Guide gab Gas, und wir reihten uns brav hintereinander ein. Schon nach den ersten Kurven merkte ich: Diese Tour wird mehr als nur ein Ausflug.
Vor mir fuhr sie – sicher, aber mit einem kleinen Hang zum Risiko. Wenn sie über eine Pfütze fuhr, dann richtig! Ich dagegen versuchte, möglichst elegant drum herumzukommen – klappte natürlich nicht. 😅
Bei der ersten Pause grinste sie mich an und meinte trocken:
„Na, du wolltest wohl testen, ob dein Quad auch schwimmen kann?“
Ich schwöre, an diesem Punkt war der halbe Schlamm meiner Brille nicht mehr von der Strecke, sondern von meiner Verlegenheit.
Kaffee, Kekse und kleine Neckereien
In der zweiten Pause gab’s Kaffee und Kekse an einem kleinen Aussichtspunkt. Wir saßen nebeneinander, lachten über die holprigen Momente und über den Typen, der beim Anfahren jedes Mal sein Quad abwürgte (Spoiler: Ich war’s nicht – diesmal).
Sie erzählte, dass sie die Tour eigentlich von einer Freundin geschenkt bekommen hatte. Ich antwortete, dass ich mir selbst der beste Schenker sei. Wir lachten, tauschten Nummern – und fuhren den Rest der Strecke fast wie synchronisiert.
Und das Ende? Kein Ende.
Was damals als kleines Abenteuer begann, wurde später zu einer ziemlich großen Geschichte. Wir trafen uns wieder – ohne Helm, aber mit genauso viel Spaß. Und irgendwann standen wir wieder nebeneinander, diesmal nicht auf einem Quad, sondern vor dem Standesbeamten.
Danke Thomas für deine Erinnerungen an euer Kennenlernen. Wir wünschen euch weiterhin noch viele schöne Jahre zusammen.
Als Fazit halten wir mal fest: Manchmal schenkt einem das Leben mehr als nur einen Adrenalinkick. Eine Quadtour kann nicht nur den Kopf freimachen – sie kann auch das Herz in Bewegung bringen.
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